Wie kommt Farbe aufs Papier ?
Die Schüler der D2VS1 (Mediengestalter) waren am 3. und 4. Mai an ihren schmutzigen Fingern zu erkennen. In einem 4-tägigen Workshop setzten sie sich mit den Tücken der alten (Linolschnitt, Kaltnadel- und Ätz-Radierung) und neuen (Offsetdruckmaschine) Drucktechniken auseinander. Bei den alten Methoden, die Herr Köcher betreute, war Handarbeit gefragt; erst entwerfen, dann die Druckplatte von Hand mit Schneidmesser oder Radiernadel bearbeiten, eventuell die Zeichnung mit Eisen-III-chlorid in die Platte ätzen, einfärben und mit Muskelkraft drucken. Dabei lassen sich schmutzige Finger nicht vermeiden. Und jeder Druck ein Unikat, obwohl von der gleichen Platte erstellt. Die moderne Technik, betreut durch Herrn Hennige, setzt dagegen voll auf Technik. Vom Erstellen der Druckvorlage, übers Ausschießen, Plattenbelichten bis zur Farbsteuerung in der Offset-Maschine – ohne Rechnerunterstützung geht nichts mehr. Und deshalb schaut hier Blatt 1 genauso aus wie Blatt 2000. Aus Schülersicht war dies ein gelungener Workshop, der Kreativität und handwerkliches Geschick forderte, aber auch Schritt für Schritt praktisch erleben ließ, wie Ideen realisiert werden.


