Monatsarchiv für April 2008

 
 

‘Windenergie’ als Projektarbeit

“Um wie viel steigt der Meeresspiegel, wenn das Polareis schmilzt?“ oder “Wie lange gibt es noch Eis an den Polen?“. Fragen, die sich Daniel Zenth schon länger stellt. Konsequent auch die Fragen „Welche regenerativen Energiequellen können wir nutzen?“ und „Wie funktioniert eigentlich ein Windrad?“. Klar war damit für ihn, dass er als Projektarbeit im BKTM ein Windrad bauen würde, um selber auszutesten, wie erneuerbare Energie erzeugt werden kann. In mühevoller Bastelarbeit wurden nach der Planungsphase das stabile Fundament, ein Turm, drei 50- Zentimeter lange Flügelelemente und die Windfahne aus Holz geschreinert. Den Generator erwarb Daniel günstig bei eBay. „Der Generator“, so Daniel, „ist das wichtigste Element im Windrad, er wandelt die Bewegungsenergie in elektrischen Strom um.“ Daniel ist sich sicher: „Windkraftanlagen in Offshore-Windparks sind Teil unserer Zukunft.“ Sehr zufrieden zeigte sich die Prüfungskommission, die Arbeit und Mühe von einem halben Jahr hat sich gelohnt.
Nachdenklich stimmte Daniels Schlussbetrachtung: „Hoffentlich wird nicht zu spät gehandelt, denn es könnte schwerwiegende Folgen für unsere Zukunft haben“.

Comenius zu Besuch in Heilbronn

Vom 10. bis 13.04.08 hatten wir Besuch von unseren Comenius-Partnern aus Belgien, England, Polen und Spanien. Begleitet von ihren Lehrern wurden 20 Schülerinnen und Schüler aus den vier Nationen in Gastfamilien untergebracht. So eröffnete sich den Schülern die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, um das zusammenwachsende Europa auch im Alltag zu erfahren. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Weiterentwicklung eines selbst entworfenen Brettspiels samt Quizkarten über berühmte europäische Wissenschaftler. Neben einer Führung durch das Schulgebäude bekamen die europäischen Gäste aber auch die Gelegenheit, die Weinregion Heilbronn sowie Baden-Württemberg näher kennenzulernen. So standen eine Werksbesichtigung bei AUDI in Neckarsulm und ein Besuch im neuen Daimler-Benz-Museum in Stuttgart auf dem kulturellen Rahmenprogramm, das von unseren Kolleginnen Ulla Rick und Bettina Krieger organisiert worden war. Ehrenvoller Höhepunkt des Besuches war für die Schüler und Lehrer ein Empfang im historischen Heilbronner Rathaus durch Bürgermeister Wilfried Hajek.

JJWS-Logo kommt richtig groß heraus

Thomas Heinrich, Kusthrim Mehmeti, Sven Schuppert, Patrick Sprudzs, Mark Müllner, Robin Kratochwill und Artur Schmizer  aus der BFB3B (Stuckateure) haben es geschafft, das Schul-Logo dreidimensional und in Menschengröße darzustellen. Unter Leitung von Herrn Gehrig und Herrn Appel fertigten sie gar zwei davon als Projektarbeit.

Nachdem sie das Logo auf einer Gipsplatte aufgezeichnet und ausgeschnitten hatten, befestigten sie Schienen an der Gipsplatte, um alle Teile miteinander verschrauben zu können. Dann waren die Spachtelarbeiten an der Reihe. Erst die Fugen dann die Flächenspachtelung. Darauf folgte das Tapezieren. Sie verwendeten eine Glasfasertapete und einen speziellen Kleber. Anschließend bestrichen sie die Tapete mit einem hellen Blau. Danach kam dann die endgültige Farbe darauf. Zum Schluss verspachtelten sie den Boden in weißer Marmorino-Technik.

Stuckateurmeister 2006/2007 erhalten Meisterbrief

156 Handwerkerinnen und Handwerker aus 12 Berufen wurden am 11. April 2008 feierlich in den Meisterstand erhoben. Rund 800 Gäste aus Handwerk, Politik und Wirtschaft sowie Verwandte und Freunde waren dabei, als die Jungmeister in der Heilbronner Harmonie ihre Meisterbriefe erhielten.
Im Bild unsere Stuckateurmeister 2006/2007.
Kammerpräsident Ulrich Bopp betonte bei seiner Begrüßung die Bedeutung des Meisterbriefs. „Er ist ein Qualitäts- und Vertrauenssiegel für Produkte und Leistungen des Handwerks. Handwerker mit Meisterbrief weisen gegenüber ihren Kunden aus, dass sie halten, was sie versprechen.” Gleichzeitig ermutigte er die jungen Meister, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, denn die Wirtschaft brauche junge Menschen, die hervorragend qualifiziert sind und unternehmerischen Mut beweisen, so Bopp.

Wer kennt eigentlich Herrn Comenius ?

Johannes Amos Comenius (1592-1670), mährischer Philosoph im europäischen Exil,  verfasste die erste systematische Didaktik der Neuzeit, er begründete sie damit als eigenständige Disziplin. Sein Postulat: Omnes, omnia, omnino: Man kann alle Menschen alle Dinge der Welt in grundlegender Weise lehren. Comenius war davon überzeugt, dass es eine natürliche Form des Unterrichtens gebe, die man herausfinden könne, wenn man sich gründlich mit dem Bauplan der Natur auseinander setze. Dies führte ihn zur Formulierung von – modern gesprochen – didaktischen, lerntheoretischen und bildungspolitischen Prinzipien, die heute noch Gültigkeit haben:

  • allgemeine Schulpflicht für Jungen und Mädchen,
  • Muttersprache als Basis des Unterrichts,
  • enge Beziehung von Handlung, Bild und Wort im Lernprozess,
  • Anordnung des Lehrstoffs nach den Grundsätzen der Lernbarkeit,
  • Einteilung der Schüler in Lerngruppen und Stufung der Schule und des Lehrplans

Klingt irgendwie richtig modern, ein bisschen nach Gruppenunterricht und Lernfeld ?! Warum erfinden wir in der Didaktik eigentlich immer wieder (vermeintlich) Neues ?