Archiv der Kategorie ‘Comenius-Projekt‘

 
 

Lasst Urkunden sprechen

Die JJWS beteiligte sich von 2006 bis 2009 am Comenius Projekt „History of Science across Europe – the Game“. Wir erhielten jetzt vom PAD der Kultusministerkonferenz für unsere hervorragende Leistung eine Auszeichnung verbunden mit einer Urkunde. Darauf dürfen wir stolz sein, da nur drei Schulen in Baden-Württemberg eine solche Anerkennung für ihr anspruchsvolles Projekt erhielten. Das neue Projekt beginnt noch in diesem Jahr und wird sich mit dem Themenbereich „Wohlfühlen an unserer Schule“ befassen.

Nicht nur dem Englischlehrer kommt es spanisch vor …

…. was er da so treibt in seinen Pfingstferien. Die Zeiten scheinen härter geworden zu sein, Opel ist kein Einzelfall, auch Lehrer kämpfen schon mit allen Mitteln um den Erhalt ihres Arbeitsplatzes. Dass dafür jetzt auch schon die Ferien geopfert werden müssen, das war zu Studienzeiten nicht vorhersehbar. 160 Spielekartons mit selbst hergestellten Aufklebern zu versehen, auf 160 Kunststoffplatten das Spielfeld des Comeniusspiels aufzukleben, Mazes (?) und sonstige Dinge zu entwerfen und auszudrucken, das war in den Pfingstferien das Tage(s)werk der Kollegen Hennige, Rick, Krieger, Auras, Schott, Krieg (der allerdings nur die Ecken abrunden durfte).

Der “Liefertermin” beim nächsten und letzten Treffen der beteiligten Comenius-Schulen in Belgien direkt nach den Pfingstferien war Hauptgrund für den (un)freiwilligen Ferienverzicht. Im Bestreben, unser Land, unsere Schule, unsere Wertmaßstäbe im europäischen Rahmen gut zu vertreten, mussten Zusatzschichten in den Ferien eingelegt werden. Dass es aber auch ein klein wenig Spaß gemacht hat, war trotzdem zu erkennen.

BK1T mit Comenius im Deutschen Museum München

Am 06. April 2009 führten im Rahmen des Comenius Projektes die drei BK1T Klassen eine Exkursion nach München in das Deutsche Museum durch. Frau Rick, Herr Stöckler und Herr Prokosch begleiteten die Klassen in die bayrische Hauptstadt. Den 3 Schülergruppen wurden Führungen angeboten, die sich mit Informations- und Mikrotechnik, dem Wirken physikalischer Gesetze oder der Physik ganz allgemein beschäftigten. Der Weg von den ersten Rechenmaschinen bis zur Entwicklung der heutigen Computer wurde von Fachleuten erläutert.  Neben den Entwicklungen in der Computertechnik wurde auch die Geschichte der Telefon- und Fernsehtechnik bis in die Neuzeit dargestellt. Auch hier bekamen wir die Vergangenheit bestmöglich dargestellt. Neben dem Festnetz wurde auch der Aufbau und das Prinzip des Mobilfunks vorgeführt. Der Trip nach München war nur der Bildung gewidmet und deshalb ging es nach den Führungen um 16 Uhr gleich wieder los in Richtung Heimat. Die Biergärten und sonstige Attraktionen Münchens mussten an diesem Tag leider ohne die Heilbronner Bildungstruppe auskommen. Dennoch wird die Exkursion den Schülern als sehr interessant und lehrreich in Erinnerung bleiben. 

Comenius in Polen oder “Wir spielen Scientastic”

Die Vertreter der Partnerschulen des Comenius-Projekts, koordiniert von Ulla Rick, trafen sich vom 18.-20. Januar an der polnischen Schule in Ruda Slaska. Die Delegation der Johann-Jakob-Widmann-Schule bestand aus Nimja Navaseelan (BKTK1), Christian Pement (BKTK2), Sergej Trifonov (D1VS2), Udo Auras und Markus Schott.
Das Comenius Projekt steht jetzt kurz vor dem Abschluss. Das von den Teilnehmern erstellte Spiel „Scientastic“ wurde erstmals probegespielt und getestet. Nun bleiben nur noch einige wenige technische Details zu klären.

Das Spiel selbst gliedert sich in 2 Phasen; in der ersten Phase müssen Fragen über europäische Wissenschaftler beantwortet werden. Hier werden bei richtigen Antworten Bonuspunkte vergeben, die in der zweiten Phase benötigt werden. Diese Fragen wurden von den Schülern der teilnehmenden Schulen auf Englisch zusammengestellt. In der zweiten Phase gilt es einen Irrgarten so schnell wie möglich zu durchqueren. Dabei können durch die oben erreichten Bonuspunkte Abkürzungen genommen werden.
Beim nächsten Treffen vom 23. bis 28. April in Belgien wird das fertige Spiel präsentiert.
Neben der Arbeit an der Realisierung des Spiels organisierten unsere Gastgeber aus Ruda Slaska ein Besuchsprogramm: ein historisches Wasserwerk wurde besichtigt, ein Brauereimuseum besucht, danach ging es auf Pferdekutschen durch verschneite oberschlesische Wälder.

Wissenschaftler des Monats Mai -Melitta Bentz-

Melitta Bentz – die Erfinderin des Kaffeefilters
Das „Scheelchen Heeßen“ ohne krümeligen Kaffeesatz. Sind Sie auch eine leidenschaftliche Kaffeetrinkerin, bzw. ein leidenschaftlicher Kaffeetrinker?
Dann sind Sie sicherlich begeistert darüber, dass vor beinahe 100 Jahren die Dresdnerin Melitta Bentz den ersten Kaffeefilter erfand. Sie war es leid, ihr aufmunterndes Getränk (ihr „Scheelchen Heeßen“ ) immer mit dem unschönen Satz in der Tasse trinken zu müssen. Eines Tages nahm sie einen kleinen Messingtopf und schlug viele kleine Löcher mit einem Hammer und einem Nagel hinein, borgte sich ein Löschblatt von ihrem ältesten Sohn und ließ das heiße Wasser durch einen Kaffeefilter rinnen.
Diese Idee wurde mit Begeisterung von ihren Freunden aufgenommen. Sie und ihr Mann Hugo verbesserten den Filtereinsatz und das Papier und schon wenige Monate später meldete Melitta Bentz ein Patent an und gründete eine Firma. Firmensitz war zuerst die kleine, private Wohnung. Als Startkapital standen der Familie Bentz dabei „stattliche“ 73 Reichspfennige zur Verfügung. Die Gründerin Melitta Bentz starb 1950 im Alter von 77 Jahren in Holzhausen (Niedersachsen). Das mittlerweile weltweit agierende Unternehmen wird von den Enkeln Jörg, Stefan und Thomas weitergeführt.

Comenius zu Besuch in Heilbronn

Vom 10. bis 13.04.08 hatten wir Besuch von unseren Comenius-Partnern aus Belgien, England, Polen und Spanien. Begleitet von ihren Lehrern wurden 20 Schülerinnen und Schüler aus den vier Nationen in Gastfamilien untergebracht. So eröffnete sich den Schülern die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, um das zusammenwachsende Europa auch im Alltag zu erfahren. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Weiterentwicklung eines selbst entworfenen Brettspiels samt Quizkarten über berühmte europäische Wissenschaftler. Neben einer Führung durch das Schulgebäude bekamen die europäischen Gäste aber auch die Gelegenheit, die Weinregion Heilbronn sowie Baden-Württemberg näher kennenzulernen. So standen eine Werksbesichtigung bei AUDI in Neckarsulm und ein Besuch im neuen Daimler-Benz-Museum in Stuttgart auf dem kulturellen Rahmenprogramm, das von unseren Kolleginnen Ulla Rick und Bettina Krieger organisiert worden war. Ehrenvoller Höhepunkt des Besuches war für die Schüler und Lehrer ein Empfang im historischen Heilbronner Rathaus durch Bürgermeister Wilfried Hajek.

Wer kennt eigentlich Herrn Comenius ?

Johannes Amos Comenius (1592-1670), mährischer Philosoph im europäischen Exil,  verfasste die erste systematische Didaktik der Neuzeit, er begründete sie damit als eigenständige Disziplin. Sein Postulat: Omnes, omnia, omnino: Man kann alle Menschen alle Dinge der Welt in grundlegender Weise lehren. Comenius war davon überzeugt, dass es eine natürliche Form des Unterrichtens gebe, die man herausfinden könne, wenn man sich gründlich mit dem Bauplan der Natur auseinander setze. Dies führte ihn zur Formulierung von – modern gesprochen – didaktischen, lerntheoretischen und bildungspolitischen Prinzipien, die heute noch Gültigkeit haben:

  • allgemeine Schulpflicht für Jungen und Mädchen,
  • Muttersprache als Basis des Unterrichts,
  • enge Beziehung von Handlung, Bild und Wort im Lernprozess,
  • Anordnung des Lehrstoffs nach den Grundsätzen der Lernbarkeit,
  • Einteilung der Schüler in Lerngruppen und Stufung der Schule und des Lehrplans

Klingt irgendwie richtig modern, ein bisschen nach Gruppenunterricht und Lernfeld ?! Warum erfinden wir in der Didaktik eigentlich immer wieder (vermeintlich) Neues ?

Wissenschaftler des Monats März -Carl Friedrich Benz-

Carl Friedrich Benz (1844 – 1929)

25. November 1844: Carl Friedrich Benz wird als Sohn des Lokomotivführers Georg Benz und dessen Frau Josefine (geb. Vaillant) in Karlsruhe geboren. Er besucht ab 1853 das naturwissenschaftlich orientierte Lyzeum in Karlsruhe. Benz arbeitet 1864 erst als Schlosser in Karlsruhe, dann als Konstrukteur in Mannheim und in Pforzheim. Er eignet sich Kenntnisse über den Lokomotiv-, Fahrzeug- und Brückenbau an. Er kehrt 1871 nach Mannheim zurück und gründet mit einem Geschäftspartner eine Eisengießerei und eine mechanische Werkstätte. Die Partnerschaft zerbricht bald. Nur durch das Einbringen der Mitgift seiner Verlobten Berta Ringer bleibt die Firma erhalten. Benz arbeitet an Plänen für ein selbstbewegliches schienenloses Fahrzeug.
Benz konstruiert 1877 einen 1-PS-Gasmotor im 2-Takt-System. Der Viertakter ist noch durch die Otto-Patente geschützt. Das erste von Benz gebaute Automobil ist 1885 funktionstüchtig. Das Problem der Lenkung umgeht Benz durch den Bau eines dreirädrigen Fahrzeugs. Der Wagen ist vorn einrädrig, so daß eine Übersetzung der Lenkung über eine Achse entfällt. Nach langem Bemühen gelingt es Benz 1892, eine “Wagenlenkvorrichtung mit tangential zu den Rädern zu stellenden Lenkkreisen” als Patent anzumelden. Weitere technische Verbesserungen und die Rationalisierung der kaufmännischen Organisation verhelfen Benz zu einem finanziellen Erfolg.

Wissenschaftler des Monats Februar -Johannes Gutenberg-

Johannes Gutenberg

Johannes Gutenberg wurde um das Jahr 1400 in Mainz im Hof Gutenberg als Sohn von Friele Gutenberg und seiner Frau Else geboren. Er gilt als der Erfinder des Buchdrucks mit auswechselbaren Lettern. Zwar gab es bereits zuvor mit Holzschnitten gedruckte Bücher, doch Gutenbergs revolutionäre Erfindung betraf die Zerlegung der Texte in seine einzelnen Bestandteile wie Buchstaben und Satzzeichen. Mit Gutenbergs Buchdruck gilt das Massenmedienzeitalter als eröffnet. Etwa um 1428 verließ die Familie Gutenberg aus Protest gegen Steuerforderungen die Stadt Mainz. 1433 starb Gutenbergs Mutter in Mainz. Im Jahr 1448 siedelte Gutenberg wieder nach Mainz über. Dort nahm er Darlehen in Höhe von 150 Gulden auf und investierte das Geld in seine Buchdruck-Erfindung. Noch vor 1450 erschien ein Druck Gutenbergs von einem Gedicht in deutscher Sprache. zwischen 1452 und 1454 druckte Gutenberg die berühmte 42-zeilige Bibel in lateinischer Sprache, die auch unter der Bezeichnung “Gutenberg-Bibel” bekannt ist. Johannes Gutenberg starb am 3. Februar 1468 im Hof zu Algesheimer. Er liegt in der Franziskanerkirche zu Mainz begraben.

Wissenschaftler des Monats Januar -Ottomar Heinsius von Mayenburg-

Ottomar Heinsius von Mayenburg

„Cheese“ ohne Mundgeruch – kussfrischer Atem dank Ottomar Heinsius von Mayenburg (*5.12.1865 in Schönheide im Erzgebirge, † 24. Juli 1932 in Roseneck am Wörther See) Apotheker, Chemiker, Unternehmer. Ottomar von Mayenburg war der Sohn eines höheren Beamten, er studierte Pharmazie und Botanik an der Universität von Leipzig und legte dort das Staatsexamen ab. Nach dem Studium ging von Mayenburg nach Dresden und arbeitete in der Hofapotheke. Er promovierte im Jahre 1901 an der Philosophischen Fakultät in Leipzig zum Doktor der Philosophie (Dr. Phil.). Im Mai 1907 begann er auf dem Dachboden dieser Apotheke am Dresdner Altmarkt mit der Herstellung einer von ihm entwickelten Chlorodont- Zahnpasta, indem er Zahnpulver, Mundwasser und ätherische Öle mischte. Er vertrat die Auffassung, dass eine regelmäßige mechanische Reinigung mittels Zahnbürste und Zahnpaste den Zähnen Schutz vor Karies gewährt. Unter dem Namen Chlorodont erlangte die Zahncreme Weltruhm. Nicht zuletzt dank intensiver Werbekampagnen eroberte CHLORODONT schnell den Markt – schon auf der I. Internationalen Hygiene-Ausstellung 1911 in München wurde die Chlorodont-Zahnpasta mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Wissenschaftler des Monats Dezember -Robert Mayer-

Robert Julius Mayer

Robert Mayer wurde am 25. November 1814 als Sohn eines Apothekers in Heilbronn geboren. Im Frühjahr 1829 geht er vom Heilbronner Gymnasium als Gasthörer ans evangelisch-theologische Seminar in Schöntal. Dort bekommt er den Spitznamen „Geist“ von seinen Mitschülern, weil er heimlich chemisch-physikalische Experimente vorführt. Drei Jahre später kehrt er nach Heilbronn zurück und absolviert eine Lehre als Apotheker bei seinem Vater. Anschließend geht er an die Universität und meldet sich im Fach Medizin an.
Aber er kommt bald in Arrest, da er mit Studienkollegen in der Öffentlichkeit die Farben der verbotenen Burschenschaft trägt. Am 23. Februar 1840 fährt er als holländischer Schiffsarzt mit dem Segelschiff „Java“ von Rotterdam nach Ostindien. Als er wieder in Heilbronn ist, formuliert er als erster das Gesetz von der Erhaltung der Energie. Im Jahre 1842 schrieb er: „ In einem geschlossenem System bleibt die Summe von potentieller und kinetischer Energie immer gleich.“ 1877 stirbt er am 20. März an Lungenentzündung, im Alter von 63 Jahren. Am 25. November 1892 wird das Robert-Mayer-Denkmal auf dem Heilbronner Marktplatz eingeweiht.

COMENIUS-Treffen in Gent / Belgien

Vom 15. bis 19. November fand in unserer Partnerschule in Gent das 5. Comenius – Projekttreffen statt. Die Schule im Zentrum der Stadt Gent hat 1200 Schülerinnen und Schüler. Ein klein wenig anders als bei uns geht es dort auf jeden Fall zu:
- Die Schülerinnen und Schüler tragen eine (grüne) „Schuluniform“.
- Vor Schulbeginn stellen sich die Schüler in Reihen auf und die Schulleiterin verkündet auf dem Schulhof Neuigkeiten.(siehe Bild)
- Fällt Unterricht aus, werden die betroffenen Schüler in einem Stillarbeitsraum unter Aufsicht einer Lehrkraft mit Aufgaben versorgt.

Belgien ist bei PISA weit vor Deutschland. Ob es da wohl Zusammenhänge gibt ?!?
Doch weit wichtiger:  vom 10. bis 13. April 2008 ist die JJWS Gastgeber der Partnerschulen. Zehn Lehrerinnen und Lehrer und 20 Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschulen werden bei uns zu Gast sein. Dazu suchen wir dringend noch weitere Gastfamilien für die Schülerinnen und Schüler der Partnerschulen vom 10. bis 13. April 2008.  Unter www.comenius-game.eu finden Sie weitere Informationen zu unserem Projekt und Bilder von unserem Projekttreffen in Gent.